Donnerstag, 10. September 2009

Das September-Quiz

Hallo alle miteinander.

heute ist nun Donnerstag, und nächsten Montag beginnt das Seminar. Ja, gleich Montag früh als erstes Mathe Grundkurs. Na wenn das mal kein supertolles Zeichen ist. Mein erklärtes Lieblingsfach gleich als Erstes. Wahrscheinlich wird es mich regelrecht umhauen, weil die anderen alle viel besser sind als ich und ich bestimmt irgendwas gefragt werde, was ich nicht weiß, sodass ich schon Montag wieder nach Hause will. Buuuuääääääääääähhhhhhhhhhhhhhhh ich fang schon wieder an mich fertig zu machen, es ist aber wirklich zum kotzen. Ich werd mal bei mir auf Arbeit nachfragen, ob ich mal bei einem Selbstsicherheitstraining mitmachen darf. Nur für den Fall, das Nicole das jetzt liest, nein nicht bei dir, ich will das bei jemand anderem machen, jemand mit dem ich nicht die ganze Zeit abfeiere - es ist schließlich todernst.

So, genug geheult.

Ganz wichtige Ereignisse, die die Vorbereitung für Hamburg betreffen: Gestern Abend habe ich der netten Familie Rauch, bei der ich ein Zimmer bewohne (nicht so ein Zimmer in deren Wohnung, nee, so ganz mit eigenem Eingang und extra Bad und so), eine Email geschrieben, und angefragt, bis wann ich angereist sein muss. Sonntag bis 19 Uhr muss ich da sein, weil - keine Ahnung, dann die Fußwege in Rahlstedt hochgeklappt werden oder weis der Geier - zumindest haben die wieder übelst nett geschrieben, auf die freu ich mich schon richtig.

Und, ich hab schon ne Telefonnummer von einer Mitstudentin, die auch gleich bei der ils draußen wohnt, falls mir Sonntagabend schon die Decke auf den Kopf fällt, könnt ich mit ihr was essen gehen. z.B.

Wie, draußen? Ja, die ils ist draußen. Also nicht in Hamburg, zumindest nicht da in Hamburg, wo das Leben tobt. Für einen Dresdner zum nachvollziehen: Man sagt, man wohnt in Dresden, und wohnt dann eigentlich in Tharandt. :-( Ihr versteht meinen Schmerz.

Nunja, um mich heute ein wenig aufzumuntern und um ein echtes Erfolgserlebnis verbuchen zu können, habe ich im Onlinestudienzentrum (he, tolles Wort fürs Galgenraten) das September-Quiz beantwortet. Haltet euch fest: 8 von 10 Fragen richtig, also 8 Punkte. Und das bei einem Fragenportpuree, das quer durch den wissenschaftlichen Gemüsegarten geht. So viele Punkte hatte ich glaube noch nie. Geilo.

So, nun genug zu mir und meinen Vorbereitungen und mal wieder ein paar Infos für die ils-Anfänger. Ach nee, eins fällt mir grad noch ein: ich hab heute gelesen, Sex vor einer Prüfung wirkt sich positiv auf die Prüfungsergebnisse aus. Wie das getestet wurde stand natürlich nicht dabei, aber auf jeden Fall sind wir da wieder alle voll angeschmiert. Da sitzen Schatzi, Liebes, der Lover oder die nette Kollegin zuhause und wir sind in Hamburg, da kann das ja nichts werden. Aber, wo eine Wille ist, ist auch ein Telefon - Kleiner Tipp, vergesst euer Handy nicht, Telefonsex zählt auch.

So, nun aber. Also wenn ihr mit dem Lernen anfangt, steht in den Anweisungen von ils, dass ihr um die 15 Wochenstunden einplanen müsst, um in der vorgegebenen Zeit das Abi zu schaffen. Am besten macht man sich einen festen Stundenplan, den man dann genau befolgt.

So, diese Aussage müsste man mal auseinandernehmen. 15 Wochenstunden würde bedeuten, an 7 Tagen jeweils 2 1/7 Stunden, oder von Montag bis Freitag je drei Stunden. - dafür das Wochenende frei. Diese Vorgabe ist meines Achtens nur ein Vorschlag. 15 Stunden reichen vielleicht am Anfang aus, wenn man Sachen wiederholt aber zum Ende hin, wo wirklich jedes Heft komplett neues Wissen beinhaltet, das mit einer Riesenauswahl an "empfehlenswerter Sekundärlektüre" vertieft werden sollte, sind 15 Stunden als Zeitvorgabe ein wenig Hohn. Da sind ja teilweise schon Bücher von 400 Seiten Stärke in Deutsch zu lesen - sowas hab ich immer schon abends im Bett gemacht und gar nicht mit in die Zeit eingerechnet, die ich lerne.

Zusätzlich sind da Besuche in der Bibliothek oder Besuche bei fachkundigen Freuden - z.B. hatte ich Glück und kenne jemanden der Chemie studiert, da mir die Ausgleichsreaktionen einfach nicht plausibel erscheinen wollten. Außerdem bin ich nicht unbedingt der Fremdsprachler, hab aber eine Cousine, die Englisch und Spanisch lehrt, und mir da wirklich sehr hilfreich zur Seite stand. Danke Anja.

So, kurzum, wenn ihr das mit dem Abi wirklich wollt, dann müsst ihr noch ein bisschen mehr Zeit und Energie in das Abi investieren als - etwa 15 Wochenstunden. Und wo nimmt man die Zeit her? Wenn ihr voll arbeiten geht (wie ich) ist das mit der Motivation teilweise ganz schön schwierig. Wenn dann noch Schichtarbeit hinzukommt, ist es noch schwieriger einen festen Lehrplan aufzustellen. Da heißt es organisiert sein. Da müssen dann andere Sachen etwas in den Hintergrund rücken. (Im Übrigen, wer jetzt argumentiert, das man beim Abendabitur nur Mittwoch, Freitag und Samstag lernen muss, der irrt, im Unterricht werden dort nur Richtlinien vorgegeben, das meiste macht man dann trotzdem zuhause und beschäftigt sich also auch sehr viel länger mit dem Lehrstoff, als man im Endeffekt in der Schule sitzt. Aber wo fängt man nun an sich Zeit für das Lernen zu verschaffen?

Wie ich das gemacht habe und was für absurde Ausmaße das annahm, verrate ich euch morgen. Jetzt freu ich mich erst einmal auf Pizza und Minestrone beim Lieblingsitaliener.- Ja Mathe kann mich heut mal.

Machts mal schön gut - bis morgen.



Mittwoch, 9. September 2009

Das Genie besiegt den Wahnsinn?

Tach Jungs und Mädels.

Heute ist der 09.09.2009, ein denkwürdiger Tag. Viele junge Paare lassen sich gerade heute trauen. Damit der Mann den Hochzeitstag nicht vergisst, oder weil es so superduperromantisch ist, oder, oder, oder. Alles Quatsch. Statistisch gesehen werden ohnehin über die Hälfte der Ehen, die an solchen "besonderen" Tagen geschlossen werden, wieder geschieden. Weil er zum Beispiel zu doof war seine Affäre ordentlich zu verheimlichen, oder sie sich unsterblich in jemand anderen verliebt hat, oder die kleine Jacqueline-Esmeralda die Beziehung eben doch nicht mehr kitten konnte. Ein weiteres Scheidungskind - ein Drama ohne Ende. Aber ich schweife ab.

An diesem tollen 09.09.2009 war ich nun, 5 Tage vor dem Beginn des Prüfungsvorbereitungsseminares, einkaufen. Wichtige Utensilien sind: linierter Collegeblock, karierter Collegeblock, Millimeterpapier, Bleistifte (im Achterpack - als wöllte man technischer Zeichner werden mit unterschiedlichen Stärken (Gott ich glaub ich werd langsam gaga). Super wichtig - Patronen für den Füllfederhalter (zu dem Thema gibt es später mehr). Im Übrigen nicht irgendwelche Patronen - nein LAMY-Patronen. Die sind teurer und sehen so total krass anders aus. Meine Schwester meint, nur mit einem Lamy-Füller kann man ordentlich schreiben - bitteschön - durfte sie mir gleich einen zum Geburtstag schenken. - Hätte ich gewusst, wie scheiße teuer die Patronen sind, hätte ich das sein gelassen. Aber naja. So, auf dem Weg zur Kasse hab ich mir noch schnell eine riesige Packung Gummibärchen geangelt - ist euch mal aufgefallen, dass die immer an der Kasse stehen, da wo man nach Stunden des Einkaufens hinkommt, völlig ausgehungert und auf der Suche nach Energie - alles Strategie meine Lieben, alles Strategie.

So, gut - ich zuhause, die Einkäufe ausgepackt, alles bestaunt. Dann den totalen Haschmich bekommen. Oh Gott mein Taschenrechner. Ja, das Abitur verlangt einen Taschenrechner. Nicht programmierbar, und nicht grafikfähig. Gott sei Dank, ich hab mir zwar so ein grafikfähiges Teil besorgt, weis aber bis heute nicht so wirklich, wie der angeht, und bin heilfroh darüber, dass ich den nicht verwenden darf, so fällt diese Schwierigkeit gleich weg. Nun, ist euch klar, wie lange so eine Batterie von so einem Casio fy-82SX hält? Nein? Seht ihr, ich auch nicht. Meines Achtens nach, sind da noch die Originalbatterien drin, und ich hab den Rechner seit der 5. Klasse, also sind die ... Moment, ähmmmmm... also... ich glaube so um die ... oh Gott, ... naja, viel zu lange schon da drin. Also ich einen Schraubenzieher geholt, und fein säuberlich die Schräubchen gelöst, und festgestellt, da kommen ganz normale AA Batterien rein - Schwein gehabt, sowas hab ich zuhause. Warum ich euch das erzähle? Nur aus dem Grund, damit ihr mitbekommt, dass ich langsam durchdrehe vor Aufregung. Nene - extra die Batterien gewechselt, so ein Schwachsinn, naja, nun bin ich auf der sicheren Seite, aber ich nehm trotzdem noch zwei Ersatzbatterien mit.

Ich hab mir gestern Abend noch von Internetseite: http://www.mint-hamburg.de/abitur/Analysis.pdf ein paar echte Matheprüfungsaufgaben gezogen, die ich gerade voller Stolz bearbeite. Und ich stelle fest, dass ich gar nicht so schlecht bin, obwohl ich meist nur bis Teilaufgabe d komme und dann den Überblick verliere. Aber ich bleibe dran.

So, gut, für die Einsteiger unter euch, wo waren wir? Achso, Arbeitsplatz, sprechen üben, stinkende Hefte. Gut ok, ich hab den Faden wieder. Was euch auf jeden Fall einen Vorteil bringt, ist ein Füllfederhalter. Ich hatte es weiter oben schon mal erwähnt. Da ihr die Klausuren auf jeden Fall mit der Hand schreiben werdet, ist eine lesbare Schrift von Vorteil. Wer wie ich den lieben langen Tag mit dem Kuli am Schreibtisch rumkritzeln muss, der versaut sich seine Schrift ganz schön. Mit einem Füller ist kritzeln aber schwierig, also kauft euch so ein Teil und benutzt es mal ab und zu, damit ihr dann in der Prüfung damit umgehen und eine lesbare Arbeit abgeben könnt.

So, puhhh... jetzt sind die Vorbereitungen für das perfekte Lernen abgeschlossen. Obwohl, nö, mir fällt gerade ein, ich hab noch mehr gemacht. Ich habe mir im Excel für jedes Quartal eine Notenübersicht gebastelt. Da hab ich dann reingeschrieben, wann ich mit einem Heft beginne, wann ich es fertig bearbeitet habe, wann ich die Einsendeaufgaben verschickt habe, und wann die zurück kamen - ja und die Note natürlich. + Notenschnitt. (was zwanghaft - nö, bin ich ja gar nicht) Obwohl die Note ja nicht zählt, sondern nur für euch eine Einschätzung eurer Kenntnisse darstellen soll. Gute Note - gute Kenntnis, schlechte Note - schlechte Kenntnis, keine Note - grauenhaft - Heft komplett neu bearbeiten. - Eine tragische Erfahrung, die jeder einmal gemacht haben sollte.

So, nun schlagen wir das erste Heft auf, was da bei mir war...ähm... CheS1. Chemie - fand ich schon immer toll. Erst mal schnell durchblättern. Die Hefte sind voll cool aufgebaut, erst eine kurze Einführung, Lernziele, dann geht es los. Ich geb zu, ich hab erst mal nach den Einsendeaufgaben gelunscht, damit ich weis, was gefragt wird - grins.

Nun ist es bei mir so, dass ich mir nur die Sachen wirklich merke, die ich selbst aufschreibe. Wenn es euch auch so geht, könnt ihr nun entweder einen Hefter oder ein Heft anlegen und euch die wichtigsten Sachen raus schreiben, oder ihr nutzt den Rechner. Kurz gesagt ich habe für jedes Arbeitsheft eine Kurzform als Word-Dokument angelegt. Das ist nicht unbedingt von ils so gewollt, aber für mich war es die beste Möglichkeit zu lernen. Lesen - schreiben - behalten. Falls man was vergisst, einfach in der Datei nachlesen - ganz große Klasse und vor allem leicht zu transportieren. Zu dem Vorbereitungsseminar nehm ich nur mein Netbook und einen Stick mit, auf dem alle Dateien gespeichert sind. Also kein Geschleppe von Heftern oder sonstiger Zettelansammlungen.

So, nun könnt ihr loslegen. Morgen werd ich dann von ein paar netten Veränderungen des Alltages berichten, die ein Fernabitur mit sich bringt.

Ich werde mich jetzt wieder den Matheprüfungsaufgaben widmen. Hach man glaubt gar nicht, wie realitätsnah die Aufgaben gestellt sind, ganz im Gegensatz zu den Erklärungen in den Arbeitsheften - in denen das sture Erlernen der Rechenoperationen erläutert wird. Da ist so eine Textaufgabe mit Hintergrund doch toll. So wie hier zum Beispiel Tablettenmedikation. Wie lange bleibt ein Medikament im Blut, wenn es durch die Formel blabla abgebaut wird? Wan hat das Medikament die höchste Konzentration im Blut? Das kann man sich vorstellen. - ganz im Gegensatz dazu war das Mathe-Arbeitsheft von ils zur Kurvendiskussion für mich völlig ohne realistischen Bezug. Da fragt man sich, wozu man die Hochpunkte einer Funktion berechnen muss - tja, nun weis ich es.

Also, bis morgen - lernt schön.

Dienstag, 8. September 2009

08.09.2009 Vorbereitung ist alles

Hallo alle zusammen.

Gleich zu Anfang sei euch gesagt, mit der Logarithmusfunktion, dass war gestern wieder nichts, ich habe Staubfussel in der Wohnung gefunden (nach stundenlangem Suchen) - deren Beseitigung für mich oberste Priorität hatte, da konnte ich mich nicht mit Mathe beschäftigen, außerdem kam das Staffelfinale von Doctors Diary... coolste Arztserie aller Zeiten.

Ja, genau das ist so eine Sache mit dem Lernen ohne Lehrer, man hat niemanden der einem sagt: "Mach was", keine Klingel, die einem suggeriert, jetzt ist Unterricht, oder jetzt ist Pause. Das fehlt komplett. Ich persönlich finde, meine Wohnung sieht sowas von viel sauberer aus, seitdem ich das Abi mache... der Wahnsinn. Selbst das Putzen der Fenster mach ich jetzt gerne, nur um mich vorm Lernen zu drücken, dabei ist das die sinnloseste Aufgabe der Nation, weil es sowieso an dem Tag, wo ich das mache, wieder regnet. - Immer.

Aber gut. Zurück zum Thema. angenommen ihr habt nun das Antragsformular weggeschickt, dann kommt kurz darauf eine Kiste. Keine große Kiste, etwas größer als A4 und vielleicht 10 cm hoch, sieht aus wie ein Willkommensgeschenk. - Denkste.

Da geht es sofort los, das erste Studienquartal mit den Heften, die erst einmal alle bestaunt werden sollten. Die riechen meist noch voll nach Druckerschwärze und Bleichmittel, lasst euch davon nicht ablenken, der Inhalt zählt. Zusätzlich kommen Kassetten, CDs, Bücher, etc. und ein großer Ordner mit wertvollen Tipps vom Institut für euer Fernlernen.

Kleiner Rat von mir, nehmt euch diese Hinweise wirklich an. Richtet euch einen festen Arbeitsplatz ein, an dem ihr auch mal alles liegen lassen könnt. Übt von vorn herein, das Hören und Sprechen von Fremdsprachen - hablas espanol! Redet notfalls mit euch selber, erzählt euch was vom Tag, lest die Texte laut vor, Hauptsache ihr quasselt. Nutzt Onlineforen um euch mit Muttersprachlern zu verständigen oder schaut eure Lieblingsfilme in euren Fremdsprachen an. Schiebt das nicht vor euch her, das fällt euch auf die Füße, denn die beiden Fremdsprachen sind definitiv Prüfungsfächer!!!!!

Nun ja, man beginnt, total euphorisch mit dem ersten Heft. Stopp. Schaut euch den Lehrplan an und vergleicht die gelieferten Hefte des ersten Quartals damit. Ich habe am Anfang falsche Hefte bekommen und durfte mich durch doppelt so viele idiotische Deutsch-Grammatik-Hefte pauken. Das war ein Elend.

Nun. Nachdem das geklärt ist, sei euch gesagt, ihr habt in der Sekundarstufe I Hefte für 9 verschiedene Fächer bekommen. Prüfungen gibt es aber nur in 8 Fächern. Geilo!!!!!!!!! Da fällt eins weg. Nee, falsch gedacht, da können sogar drei wegfallen, da in der Sekundarstufe II die 2. Fremdsprache und Religion als Fächer angeboten werden.

Ihr habt dann quasi nach der Bearbeitung der Sek. I. die Wahl. Allerdings nicht die komplette Wahl. Deutsch, Mathe, die beiden Fremdsprachen und mind. ein gesellschaftliches Fach müsst ihr belegen.

Da ich schon von vorn herein gewusst habe, dass ich in Physik voll abkacken werde und Geografie nicht unbedingt meins ist, habe ich diese Fächer von Beginn an ignoriert. Das ging in Ordnung, keiner hat gemeckert, und ich hatte mehr Zeit für die wichtigen Fächer.

So, zurück im heute. Es ist wieder kurz vor 18 Uhr, vor mir winkt das Buch mit der Logarithmusfunktion, heute geh ich es an, es gibt kein Fussel in der Wohnung, den Abwasch ignoriere ich und das schöne Spätsommerwetter ist für mich gerade nicht existent.

Neeee, alles gar nicht wahr... ich hab kein Bock auf den Mist. Ob das Lernen auf Lücke eine Alternative darstellt, die mir das leidige Thema vom Leibe hält? Zum Glück bekam ich heute eine Mail von einem Mitstudenten, der auch zweifelt, dass er die Matheprüfung besteht - Gott sei Dank, mir geht es nicht alleine so. Derartige Kommunikation ist wichtig - merken - am besten aufschreiben - Kommunikation mit Mitstudenten!!!!! Am besten über Studivz, da gibt es viele Fernlerngruppen.

Ich lass Mathe sein, Mut zur Lücke - tschaka. Stattdessen widme ich mich mit vollem Eifer den Vorbereitungen für meine Geschichtsprüfungen, mein Leistungskurs, der ja eigentlich auch viel wichtiger ist, als Mathe-Grundkurs - oder?

Gut, die Entstehung des Merkantilismus im mitteleuropäischen Raum klingt jetzt nicht so spannend, ist aber wesentlich nachvollziehbarer, als naja, ich sag das böse Wort mit L am Anfang jetzt nicht wieder.

Bis morgggännnnnn

Montag, 7. September 2009

07.09.2009 - Wieso Fernabitur?

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog.


Ich bin seit August 2005 offiziell ilser und belege dort den Kurs des Externenabiturs. Während ich mich auf meine Vorprüfungen vorbereite und mich langsam mit großen Schritten auf die Zielgerade zu bewege, möchte ich euch täglich ein bisschen von den Ereignissen der letzten Jahre zwischen Job, Freunden und Abitur erzählen. Dabei hoffe ich, dass meine Erfahrungen euch helfen, mit der Herausforderung der Externenabiturs umzugehen.


Jedes Jahr entscheiden sich viele dafür, ihr Abitur nachzuholen, und es gibt dabei so viele Entscheidungen zu fällen.


Da kann man beispielsweise sein Abitur im Abendstudium nachholen, was einen immensen Vorteil für Menschen mit sich bringt, die sich selbst nur sehr schwer motivieren können. Denn bei dieser Art des Abiturs sitzt ein Lehrer vor euch, und ihr werdet ganz und gar, wie früher in der Schule zum lernen animiert. Weiterhin kann man nebenbei arbeiten gehen. Bei uns hier in Dresden wäre das dann Mittwoch und Freitag Abend und dann natürlich den ganzen Samstag lang. Boaaaahhhhhrrrr voll Kacke man, jeden Freitag in der Schule hocken, während die anderen auf Party gehen und Samstag was unternehmen fällt dann auch flach. Das hab ich von vorn herein ausgeschlossen.


Dann gibt es die Möglichkeit, das Abitur in Vollzeit nachzuholen. Geht schnell und ist sicher, weil man wieder den Lehrer vor sich hat, aber mit nebenbei groß arbeiten gehen, ist natürlich dann nicht so viel los, weil man echt wie ein Schulkind in der Schule rumsitzt. Außerdem gibt es Hausaufgaben, und ich weiß nicht, wie es euch geht, das hab ich schon immer gehasst. Das viel also auch für mich aus.


Möglichkeit numero drei, ein Fernabitur über eines der großen Fernlerninstitute. Ob nun ils, oder sgd oder wie sie alle heißen. Vorteil: freie Zeiteinteilung. Ihr könnt auch selbst entscheiden, wie schnell ihr arbeiten wollt. Ausgelegt ist das Abitur auf 2,5 bis 3,5 Jahre, je nachdem, welchen Einstieg ihr wählt. Wer lange nicht mehr in der Schule war, wiederholt im ersten Jahr oder im ersten Halbjahr einige grundlegende Sachen in den einzelnen Fächern. Wenn ihr schneller arbeitet, erreicht ihr die Voraussetzungen für die Prüfungsteilnahme eher, ist man langsamer, gibt es eine kostenfreie Nachbetreuungszeit - die ich z.B. gerade schamlos ausnutze.


Nachteil des Fernabiturs ist der Preis. Ihr zahlt dafür, dass ihr lernen dürft. Ihr könnt das mit den jetzt überall aufkommenden Studiengebühren an den Unis vergleichen. Außerdem arbeitet ihr alleine, ohne Lehrer ohne andere Schüler, nur ihr, das Arbeitsheft und wikipedia. Wer sich hier nicht motivieren kann, für den ist diese Art des Abiturs echt nichts.


Mich persönlich hat immer das Geld motiviert, dass ich hier rein stecke und natürlich der eiserne Willen, das Abi zu bestehen - man wenn man bedenkt, was für absolute Vollnischel das Abi haben, sagt ich mir immer, dann schaff ich das auch.


Und genau so fing das ganze damals im August 2005 an. Man füllt das Antragsformular aus, und schickt alles nach Hamburg, zum Sitz der ils. - Ja ich habe mich für ils entschieden, weil die keine Vorgaben zu den Leistungskursen machen wie beispielsweise damals die sgd. (man stelle sich vor, da wäre Mathe oder Englisch auf jeden Fall Leistungskurs gewesen - buaaaaah - ich muss nicht weiter erwähnen, wo meine Schwächen liegen, oder?)


Heute, am 07.09.2009, 7 Tage vor Beginn des Vorbereitungsseminares für die schriftlichen Abiturprüfungen versuche ich mal wieder alles, um mich von den mir bevorstehenden Strapazen abzulenken. Wenn ich meine Verfassung in einem Wort beschreiben müsste, würde ich sagen "Bienenstock". Es ist ein auf und ab, ein durcheinander der Gedanken, Panik macht sich breit. Da stellt man sich so bekloppte Fragen wie: "Hab ich genug gelernt?", "Sind die anderen besser vorbereitet?" oder "Werde ich mich dort zum Vollobst machen?"


Der winzige noch logisch denkende Teil meines Gehirns sagt mir natürlich, dass diese Fragen völliger Schwachsinn sind, weil ich mich jahrelang gut vorbereitet habe, meine Noten bisher sind in Ordnung (Durchschnitt 2, 5), was die andern können ist mir schnurtz, hier geht es nur um mich und selbst wenn ich dort als Trottel der Nation ende, es gibt schlimmeres - Grippe zum Beispiel, dass wäre viel schlimmer - egal ob in Normal, Vogel oder Schwein.


Tja, dummerweise ist dieser winzige Teil meines Gehirns meist abgelenkt, vom chatten, blogen, oder von der Arbeit, sodass der Bienenstock langsam die Oberhand gewinnt.


So, es ist kurz vor 18 Uhr, ich sollte mich fix noch mal mit Mathe beschäftigen - ja Mathe - größter Unsicherheitsfaktor aller Zeiten. In meinen Augen eine undifferenzierbare Funktion mit einer riesigen Definitionslücke in dem Bereich, der für mich wichtig wäre.


Gut, drückt mir die Daumen, dass ich mich heute mit der Logarithmusfunktion arrangieren kann.


Bis morgen