Donnerstag, 17. September 2009

Pudding

Na wie gehts euch heute?

Habt ihr den Kommentar zum letzten Post gelesen. Prof. Dr. Dirk hat rausgefunden was Gelee Royal ist. Vielen Dank an dieser Stelle an dich. Unter uns gesagt, wir müssen uns nicht wundern, dass die Bienenpopulationen hier vor die Hunde gehen, wenn wir uns die Nahrung von den Bienenköniginnen in die Haare schmieren - mal ehrlich, da ningeln die Greenpeacer rum wegen dem Regenwald, dabei stirbt hier direkt vor unseren Augen die liebe Maja aus - Sauerei.

Der heutige Tag beinhaltete endlich mal wieder in echtes Seminar für mich und ich muss gleich mal zu Anfang sagen, dass mir die Seminarplanung der ils mehr und mehr missfällt. Da sind beispielsweise einige Leute für zwei Sachen zur gleichen Zeit eingeplant. Manche fehlen in den Plänen gänzlich und wieder andere so wie ich haben ein kreuzbescheuerte Aufteilung. 1. Woche 2 Kurse, 2. Woche 9 Kurse. Hallo... geht das auch noch bissl anders bitte? Ich nehme meinen Jahresurlaub für diese Vorbereitung und will gefälligst von echten Lehrern bespaßt werden, und das täglich.

Aber kommen wir zurück zu meinem Seminar heute. Englisch Grundkurs Gruppe B. Zuerst einmal wurden drei von uns, ich selbstverständlich mit dabei, in einen falschen Raum geschickt, gut - kann ja mal passieren, hatte ich direkt noch Zeit mein Brötchen zu verspachteln. Die backen hier oben echt gute Brötchen. Als wir dann ins richtige Zimmer kamen, waren natürlich schon alle da und Mrs. Pam Klockmann, the teacher, empfing uns auf englisch. Ich plapperte natürlich sofort los und erklärte, dass wir im falschen Raum waren - auf deutsch - und ob ihrs glaubt oder nicht, eine halbe Stunde lang dachte ich, die hätte mich gar nicht verstanden, da ich davon ausging, dass die kein Wort deutsch spricht.

Well, der Kurs selbst war für mich etwas anstrengend, da ich glaube noch nie jemandem so lange meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenken musste, um ihn zu verstehen. Mrs. Klockmann spricht ein verständliches Englisch mit mäßig umfangreichem Vokabular, obwohl ich glaube, das macht sie mit Absicht, damit Leute wie ich, die Englisch nur belegen, weil man es nicht abwählen kann, sie auch wirklich verstehen. Also dafür gibts einen großen Pluspunkt. Und nett war sie auch.

Es ging um das Textverständnis, denn wie wir ja nun schon wissen, wird unser Prüfung aus einem Text bestehen, zu dem dann drei verschiedene Aufgabenteile zu bearbeiten sind. Voraussichtlich werden das Summary, Comprehension and Comment sein, wie in den Aufgaben der letzten Hefte.

Nun, obwohl sie uns mit ihrem skimming and scanning ein wenig verwirrte, waren ihre Tipps zum perfekten summary doch sehr aufschlussreich und wenn man ein schönes summary geschrieben hat, hat man schon 1/3 der Punkte, also 33 % also 3 Punkte. also schon mal ne 5, na wenn das keine guten Aussichten sind. Sie hat uns im Übrigen mit einer Rede von Arnold Schwarzenegger zu seinem Antritt als Oberguru von Californien beglückt. Boahrr... so viel Schmalz auf einen Haufen - wir hatten auch schon mal einen Ösi als Staatsoberhaupt, und obwohl die Autobahnen spitze gehalten haben, war der Rest seiner Ideen fürn Arsch. Und ich darf sowas sagen, ich habe Geschichte Leistungskurs.

So, guddi, nach Englisch fühlte ich mich mal wieder so, als ob ich die Prüfungen niemals bestehen könnte. Vorallem weil eine Kollegin vom GeschichtsLK einen Haufen von Kärtchen gebastelt hat, mit denen sie sich Jahreszahlen einprägen möchte. Ihr glaubt nicht, wie sehr mich solche wirklich tolle Ideen nervös machen. Gut ich habe auch Kärtchen für meine Spanischverbformen zuhause aber für Geschichte? Bisher dachte ich, die geschichtlichen Zusammenhänge erkennen und Quellen richtig deuten ist für den Leistungskurs wichtiger als Jahreszahlen, nun bin ich wieder am grübeln. Nicht das ich keine Jahreszahlen wüsste, also der Röhm-Putsch und die Krönung von Napoleon fallen mir schon ein.. aber da standen Sachen auf den Zettelchen, da kam ich schon ins Schwitzen.

Aber gut, ich denke, morgen werde ich den Tag mit Geschichte zubringen, da ich ja wiedermal keinen Kurs habe.

Zum Abend waren wir heute wieder im Schweinske und ich habe richtig saftige Filet-Schweinesteaks, mit fett Zwiebeln gehabt... boahrrr. Voll das Jungsessen - keine Ofenkartoffel oder so Zeugs neee Fleisch und fettige Pommes mit Original Heinz Ketchup - das sach ich dir Schätzelein. Dazu kam dann Fußball auf Leinwand... Hölle Hölle Hölle... Hauptthema des heutigen Abends war zum Glück nicht das Abi, sondern unsere Lieblingswitze. Was grün ist und ein Kopftuch trägt wisst ihr ja jetzt alle.

Und in der Kategorie beste Waldorf-wie-tanz-ich-meinen-Namen-und-gestikuliere-wild-zu-einem-Witz-meiner-Tischnachbarin-Darbietung gewinnt das Duo Kerstin und Susan. Herzlichen Glückwunsch zu eurem Nobelpreis, Alfred wäre stolz auf euch gewesen. Ich sag nur Pudding.

Morgen Abend bete ich euch die ganzen wichtigen Daten vom Humanismus bis zum Mauerfall runter, das steht fest.

Schlaft gut.


Mittwoch, 16. September 2009

soziales Milieu

Hallo zusammen,

also die Frage, die mich seit einigen Stunden schwer beschäftigt ist mal zur Abwechslung keine Frage, die das Abi betrifft, sondern eine Frage der Schönheit (offenbar). Was bitte ist Gelee-Royal und warum muss man es sich in die Haare schmieren um schön zu sein? Wenn sich dazu bitte mal jemand äußern könnte.

Nunja, kommen wir zu erfreulicheren Dingen. Ich habe heute fast alle der Analysis Prüfungsaufgaben gerechnet, und Frau Srocke hat recht, desto mehr man macht, desto leichter gehts. Ehrlich gesagt, sind die Fragen teilweise gar nicht so schwierig. Besonders gut sind die Fragen mit der Gewinnspanne. Mensch, sowas in der Prügung, das wäre geil.

Der zweite Wahnsinnshöhepunkt heute war mein Besuch des Rahlstedter Marktes. Jaaaa, Mittwoch ist Markttag. Ein interessantes Spektakel in der Innenstadt. Viele Blumenhändler und fast noch mehr Obstverkäufer reihen sich in der Fußgängerzone aneinander und versuchen das Publikum zum Kaufen zu bewegen. Und dazwischen ein Bäckereistand mit den köstlichesten Schokobrötchen, die ich je gegessen habe.

Mein Gott, was war das aufregend. Ich war dann noch an der hiesiegen Schwimmhalle schauen, ob ich hier mal fix ne Stunde schwimmen gehen kann - ja, das kann ich, für 4,80 €. Es gibt nur Tageskarten. Als ob man einen ganzen Tag lang in einem Schwimmbad rumsitzen will. Tzzzz

Das dritte superdupertolle Ereignis heute war die Tatsache, das mein Steuerbescheid da ist.. und ich bekomm was zurück... juppppieeeeeeeeeeeeee.

Lamgsam gehen mir jetzt die Ideen aus, wie ich mich noch auf die Prüfungen vorbereiten könnte, da ich keine Ahnung habe, was man in Englisch und Deutsch so schönes von mir erwartet. Ich habe Goethes Biografie auswendig gelernt und mir sogar nochmal die Autoren von den englischen Büchern gegoogled, die wir lesen mussten.

Heut abend war dann fernsehen angesagt. Auf anraten einer Mitabiturientin kamen die Housewives und die neue total realistische Serie Lipstick jungle. Mal ehrlich, als ob diese magersüchtige Modedesignerin wirklich dieses Törtchen gegessen hat... tzzzz... die hat das doch sofort nach der Szene wieder ausgekotzt, wie sich das für richtige High Society Ladies gehört.

Hier der Tipp für die Sozialkundler... Der Ernährungszustand einer Person gibt Aufschluss über die Zugehörigkeit zu einem bestimmten sozialen Milieu. Man trägt Reichtum nicht mehr als Übergewicht mit sich rum, wie zu Zeiten von Ludwig XIV. Sehr unterernährte Menschen sind nicht arm, nein, sie sind reich und beweisen mit ihrem Ernährungszustand, dass sie keine Vorräte anfressen müssen, da sie jederzeit essen könnten. Ich habe da nur Sorge, dass die den Kühlschrank noch aufbekommen.

Guddi, jetzt werd ich mal langsam pennen. Morgen ist Englisch angesagt, da muss ich fit sein.

Gute Nacht.

Dienstag, 15. September 2009

Die Simsons

Guten Abend alle zusammen.

Der heutige 15.09.2009 diente der Verbesserung meiner Mathe-Kenntnisse. Nach dem Aufstehen gab es erstmal ne Dusche im 70er Jahre Bad. Kennt ihr das, wenn da so durch dauerhafte Nutzung bei den Wasserhähnen der silberne Überzug verschwindet und darunter das Messing zum Vorschein kommt? - Genau so sieht dort der Wasserhahn aus - eben voll 70er.. genau wie der Kuschelteppich in meinem Wohn/Schlafzimmer - voll retro.

Frau Srocke hatte uns gestern eine Aufgabe über eine Seilbahn mit nach hause gegeben (Mint Mathe GK Analysis 4) und ich war echt überrascht, dass ich auf Anhieb die Teilaufgaben a - e lösen konnte. Das bedeutet ich hätte Punkte der Kategorie I und II und hätte damit mindestens bestanden oder so - keine Ahnung, das Ding mit der Bewertung ist mir bis heute nicht so ganz klar. Danach verließen sie ihn aber und ich hab erstmal alles in die Ecke gelegt.

Um mich kurz mit was anderem zu beschäftigen hab ich den Fernseher angemacht, und was kam da - Pokemon - geilo.. das hab ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen.. Ash und Pikatchu hatten antürlich wieder jede Menge Kämpfe zu bestehen und mussten sich auch noch gegen Team Rocket durchsetzen. Es war eine Doppelfolge...

Gut, nach diesem Abstecher in meine Jugend habe ich dann auch f und g der ollen Aufgabe gelöst. (Man sollte zu den Prüfungen Mangas auf einer Leinwand abspielen - das sollte helfen). Im Anschluss war ich natürlich so von mir überzeugt, dass ich auch noch die Aufgaben auf dem 2. Arbeitsblatt von Frau Srocke lösen wollte... hm.. da war die Manga-Power dann wieder verflogen.

Es ist echt ein Kraus mit Mathe, man braucht nur den Ansatz zu diesen Anwendungsaufgaben nicht zu finden, und schon sitzt du davor wie bei einer thailändischen Talkshow. nix kapito...

Gut, nachdem ich mich dann endlich damit abgefunden hatte, dass mit Mathe heute gar nichts mehr wird, hab ich dann endlich erstmalig was für meinen Leistungskurs Geschichte gemacht - Ich habe gelesen - 70 Seiten Word - vom Beginn des Humanismus bis zu Bismarck.

Warum kann Mathe nicht wie Geschichte sein, dort lese ich was und merk mir sogar die 2. Vornamen von den Leuten. By the way.. wusstet ihr das Christoph Kolumbus eigentlich Genuese Christoph Kolumbus hieß.... ja genau, wie das Pesto für das unser Supertennisstar Steffi Graf immer Werbung macht - von Bertolli... ihr wisst schon. Pesto Genuese .. und das ist sooo lecker.

Gut, da wir ja gesagt hatten, man solle sich beim Lernen auch Zeit zum Essen und für die Lieblingsserie nehmen, fiel mir so gegen 20:10 Uhr auf, dass ich bisher nur Orangen und Bananen gefuttert hatte. Da es für den Supermarkt um diese Zeit leider zu spät ist - Rahlstedt - hab ich mir nen Wein aufgemacht und die neuen Folgen der Simsons geschaut.

Nun schreib ich euch meine Erlebnisse des Tages (ok, es war nicht die spannende Welt heute) und werde mir gleich noch auf N24 eine Reportage über Toxine von Tieren anschauen.

Mit dem Weinglas in der Hand, der Brille auf der Nase und den Geschichtsdaten im Kopf wünsch ich euch gute Nacht.

Ach, nur nebenbei.. ich hatte heute meinen ersten Kommentar hier im Blog... rumhüpf... danke Natalie.. ich versuch mein bestes...


Montag, 14. September 2009

Mathe ist wahrscheinlich was Gutes

Tach Jungs und Mädels.

Heute war das erste Seminar. Nachdem ich gegen 8:00 Uhr gemütlich aus dem Bett gekrabbelt bin und mich für die bevorstehende erste Begegnung mit echten Lehrern und Fernschülern präperiert habe, wollte ich mich noch einmal dem Problem Internet widmen. Leider mit mäßigem Erfolg.

Ich finde dieses idiotische wlan Signal nicht, selbst wenn ich unten in der Wohnung direkt nebem dem Lapto der Vermieter sitze. Und nebenbei - nein, es ist nicht versteckt. Wahrscheinich erkennt mein Ost-Netbook ein West-WLAN-Signal einfach nicht.

Wie auch immer. Viertel vor neun (ja, man sagt hier nicht dreiviertel - booaaaaarrrr) kam ich dank Navi dann auch direkt am ils an und habe zusammen mit einer anderen Abiturientin den Eingang gesucht.

Ich persönlich halte es ja für ein schlechtes Zeichen, wenn man in Mathe schwierige Rechenwege finden soll, aber nicht mal den Eingang zum Mathekurs findet. Genau das wird im Übrigen die Schwierigkeit der Matheprüfung werden. - Man muss den Eingang zur Anwendungsaufgabe finden - der Rest ist dann reine Mathematik - und die sollten wir beherrschen.

Na gut, zum Seminar. Wir wurden sehr freundlich empfangen, alle mussten Unterschriften leisten und bekamen Namensschilder. Und wie jedes Mal, wenn es Namensschilder gibt, fällt mindestens einer Person auf, dass ich nen bdeutenden Namen trage. Jaaaaa, der Robert Schumann ist nämlich der Mann von der Clara - und die war auf unserem guten alten 100 Mark Schein drauf - also sehr bedeutsam. Gut, er war auch noch Komponist, naja wie auch immer.

Mathe-Grundkurs bei Frau Srocke. Eine sehr nette Frau, die sich auch wirklich Mühe gegeben hat, was rüberzubringen. Solche Lehrer hätte ich mir mal früher in der Schule gewünscht. Thema Analysis. - Alles kinderleicht - Lt. Frau Srocke zumindestens. Ich denke, ich werde mich bemühen, morgen und übermorgen - da habe ich frei - noch ein paar von den Mint-Aufgaben zu lösen - das sind Prüfungsaufgaben der vergangenen Jahre.

Um einige Vorurteile aus der Welt zu schaffen:
- Stochastik ist im Mathe GK allerhöchstens eine Teilaufgabe - mehr nicht
- der GK bekam in den letzten Jahren immer Anwendungsaufgaben (siehe Mint), die vom rechnerischen Aufwand nicht so schwer waren, wie die rein technischen, zusammenhanglosen Matheaufgaben der Arbeitshefte.
- der LK wiederhum, hatte in den letzten Jahren keine Anwendungsaufgaben.
- der GK muss keine kompletten Beweisführungen durchführen - Gott sei Dank.

So, zurück zum Wesentlichen. 12.00 Uhr war Schluss und ich bin mit Navi zum Einkaufen und Tanken gefahren. Mein Kühlschrank ist voll mit Wasser, Buttermilch und Wein, dazu jede Menge Obst - also verhungern werde ich nicht.

Dann habe ich mich noch mal mit dem Thema Internet befasst und habe die Sache dann völlig entnervt selbst in die Hand genommen. Ein Monat Internetstick von O2 - für 25 Euro testen und dann zurückgeben - Hach, es ist ein schöne Welt, in der man mit ein paar Euro nach den Problemen schmeißen kann, und alles wird gut. Denn wie ihr seht, ich bin online.

Nachdem ich dann zwei Stunden intensiv Mathe gelernt habe, bin ich - ohne Navi (strahl) wieder in die Stadtmitte von Rahlstedt gefahren - Stadtmitte ist übertrieben - stellt es euch vor wie den Times Square - ohne Leuchtreklame, ohne Autos, ohne Hochhäuser und mit gerade mal so vielen Menschen auf der ganzen Shopping-Meile wie am Times Square im Laufe des Tages überfallen werden.

Nun, dort habe ich mich mit ein paar Mädels aus dem Kurs getroffen, wir waren im Schweinske, einem lauten aber trotzdem gemütlichen Lokal (so sehr viel war da eh nicht zur Auswahl) - mit überschminkter, solariumverkohlter Bedienung und gutem Essen.

So mit den anderen mal über die vielen kleinen und großen Probleme des Abis zu sprechen, fand ich sehr aufbauend - auch mal zu erfahren, dass es noch mehr Leute gibt, die länger als 3 Jahre gebraucht haben, um bis hierher zu kommen, war ein Trost. Ich dank euch Mädels.

Also, erst einmal bis hierher. Morgen dann mehr.

Sonntag 13.09.2009

Hallo alle zusammen.

Heute war nun der große Tag. Robert reist nach Hamburg. Nach einem kleinen Frühstück, einem letzten Rundgang durch die Wohnung, damit ich auch nichts vergessen habe und der anstrengenden Schlepperei des ganzen Gepäcks zum Auto ging es erst einmal zu meiner Schwester zum Mittagessen. Da wurde mir dann von der Familie noch einmal Mut zugesprochen, mit dem aufbauenden „Du schaffst das schon“ – und dem nicht weniger tollen „Wir drücken dir die Daumen“. Hach, das war alles total lieb von meinen Leutz.

Dann ab ins Auto - das Navi programmiert und gegen 13:30 Uhr bin ich abgedüst. Nun – das Navigationsgerät meinte, ich brauche 4 ½ Stunden nach Hamburg. Coole Sache. Nach Adam Ries wäre ich demnach um 18 Uhr in Hamburg-Rahlstedt eingetroffen. Aber denkste.

Das Navi hatte vor mich durch Berlin zu schicken, die schnelle Stadtautobahn lang. Allerdings war da dummerweise in Charlottenburg eine Vollsperrung. Nun ist so ein Navi nicht unbedingt in jedem Fall so schlau, dass zu umfahren. (Ja ich weis, da gibt’s mittlerweile ganz tolle Navis, die sowas wie Verkehrsstörungen mit einrechnen – aber dummerweise ist meins nicht so schlau).

Letztendlich war ich dann 19:30 Uhr auch endlich an meinem Ziel angelangt, da ich ewig gebraucht habe, ohne Navi aus Berlin rauszukommen. Peinlich, peinlich.

Ich wurde dann auch gleich von meiner Vermieterin in Empfang genommen, eine sehr nette ältere Lady, die mir alles gezeigt hat. Ein riesiger traumhaft schöner Garten, und eine hammergeile Unterkunft. Ich bewohne hier den gesamten ausgebauten Dachboden und habe extra noch eine Art Küche und ein Bad. Wahnsinn. Allerdings, einen deftigen Wehrmutstropfen hat das Ganze. Ich habe hier heute kein Internet ranbekommen. Buha… in Rahlstedt und kein Internet – das ist fasst wie aufm Mond.

Als ich dann so auf meinem Bett saß, und anfangen wollte zu schreiben, fiel mit einem Mal die ganze Anspannung des Tages von mir ab und ich hätte sofort anfangen können zu heulen. Ein sowas von krasses Gefühl. Gott, drei Wochen, alleine in Hamburg – immer im Hinterkopf diese Vorprüfungen, die ich unbedingt bestehen will. Das war für den Moment einfach zu viel für mich.

Gut, bevor ich jetzt weiter rumheule, wünsch ich euch lieber gute Nacht.

Samstag, 12. September 2009

Morgen gehts los.

Hallo zusammen.

Morgen ist der große Tag und ich bin ehrlich gesagt grad ziemlich aufgeregt. Ich hatte mir auf dem Bett schön viele Stapel mit Klamotten gemacht, die ich alle mitnehmen wollte. Ein Stapel T-Shirts, ein Stapel Hosen, ein Stapel Socken, ein Stapel Schlüppis, Jacken, Hemden, Pullover, usw. - bis mir auffiel, dass ich beispielsweise mehr Schlüppis auf dem Stapel hatte, als ich Tage dort oben bin. Genauso war das bei den T-Shirts und den Socken. Letztendlich lagen da 40 Oberteile für 18 Tage.

Ihr merkt schon, ich bin echt ein wenig durch den Wind. Gelernt hab ich gestern und heute auch nicht, da Freunde aus München zu Besuch sind und nach Unterhaltung lächtzen. Zum Glück eigentlich, da ich so ein bisschen abgelenkt bin.

Ich habe die Tasche mit den Klamotten im Übrigen dann irgendwann doch noch zubekommen und ich kann sie sogar noch tragen. Anders sieht es mit dem Rucksack aus. In dem befinden sich die wichtigen Bücher, Duden, dictionary, englische Grammatik, ein Personenlexikon (Geschichte-Leistungskurs), ein Geschichtsbuch von der franz. Revolution bis zur Gegenwart. Und noch ewig viele Matheprüfungsaufgaben. Nicht das mir da oben in Hamburg langweilig wird. Der Rucksack geht zwar zu, ist aber hundeschwer. Zum Glück ist das Netbook sehr klein und leicht.

So, gleich geh ich noch ein letztes Mal im schönen Dresden zum Abendessen aus. Aber vorher noch einige Infos zum Thema "Verlieben währende der Zeit des Lernens".

Grundsätzlich sollte ein neuer Mensch im Leben, den man wirklich sehr mag, kein Problem, sondern eine Bereicherung darstellen. Wenn man zu den Menschen gehört, die sich aber nur zu gerne von einer Aufgabe ablenken lassen, dann kann sowas schon mal zu Problemen führen.

Ich habe damals gerade angefangen gehabt, als ich mich - na sagen wir - verkuckt habe. Da die ersten Hefte nur Wiederholungen beinhalteten und mich nur teilweise wirklich gefordert haben, dachte ich mir, ich könnte die Sache ruhiger angehen ud habe meinen Lernplan über den Haufen geworfen um mehr Zeit fürs Verlieben zu haben. Natürlich war die Zeit toll, abends zusammen ausgehen, das ganze Wochenende im Bett bleiben und sich ständig SMS schicken, wenn man sich mal nicht sehen konnte. (Gott, ich würde sowas heute verabscheuen mit den SMS - aber damals war das voll cool) Aber was schwer darunter litt, war das Abitur. Andererseits muss man sagen, wieder ein Vorteil fürs Fernabi - man wird ja nicht gzwungen was zu machen, man darf aber weiter dafür zahlen.

Das Verlieben war ein schwerer Fehler, wie ich feststellen musste. Im Endeffekt habe ich dann 6 - 8 Wochen überhaupt gar nichts gemacht, habe viel zu viel Geld für Essen gehen und Geschenke ausgegeben und bin dann am Ende nach den acht Wochen auch noch sitzengelassen worden.

Schöne Scheiße.

Aber, im Endeffekt habe ich dann doch noch jemanden gefunden, mit dem sich das Lernen und die Liebe vereinbaren lassen. Happy End... jetzt muss ich nur noch das Abi bestehen.

Bis morgen

Freitag, 11. September 2009

Na... einen wunderschönen guten Tag.

Heute ist Freitag, der letzte Arbeitstag, bevor ich nun endlich starte. Das bedeutet Stress. Ich hatte extra für meine Kollegen supermegafette Windbeutel beim Bäcker bestellt und zusätzlich noch die lustigsten Kinderservietten ausgesucht, die ich auftreiben konnte, damit wir noch mal alle zusammen frühstücken können, bevor ich abdüse. Ja, und die Windbeutel haben geschmeckt. Hihi. Dann muss man an so viele Sachen denken, sich überall abmelden, den Kollegen erklären, wo man was hingeramscht hat, damit die auch was finden, wenn man nicht da ist - und wir reden hier ja schließlich von drei Wochen.

Dann brennt immer der Gedanke, dass man noch nichts in seine Tasche gepackt hat, und das, obwohl das Wochenende voller Termine ist. bei Mutti vorbei schauen, bei den Freunden vorbei schauen, beim Inder vorbeischauen - ja gebackenes Gemüse... e Gedicht kannsch euch saachen, da kann der gude Johann Wolfgang nicht mithalten...

Mir ist im Übrigen aufgefallen, dass ich doch einen ganzen Stapel Papier mitschleppen muss, auch wenn da keine Hefte dabei sind. Aber man weiß ja dummerweise nie was man so alles braucht bei dem Seminar. Zum Glück fahr ich da mit dem Auto hin, ich kann den ganzen Kofferraum mit Zeugs vollschmeißen. Andere, die nach Hamburg fliegen, dürfen ein gewisses Maß an Gepäck nicht überschreiten, sonst zahlen sie drauf. Gott, das wäre nichts für mich - wenn ich da zwischen Klamotten und den Büchern entscheiden müsste, würde ich direkt ins Grübeln kommen. Neeeee.... neeee

So, nun, wie versprochen, die Maßnahmen, die man ergreifen sollte, wenn man sich einen festen Wochenrhythmus zum Lernen vorbereitet:

Am besten fangt ihr von vorn herein an, einen sehr straffen Plan für eure Woche zu machen. Aufweichen wird dieser straffe Plan ohnehin von alleine, und ihr werdet daran rumkorrigieren (jaaaaaaaaaaaaaa... das ist das große Plus des Fernlernens - keiner quatscht euch rein, ihr müsst euch da nach niemandem richten)

Plant Pausenzeiten ein - Essen und Lieblingsserie nicht vergessen - außerdem solltet ihr euch erst mal darüber klar werden, wann ihr am produktivsten seit.

Ich bin abends und nachts am produktivsten - und kann dafür frühs überhaupt nicht gut lernen (noch ein Minuspunkt für die Prüfungen) daher waren meine Lernzeiten meist abends, auch am Wochenende. Dafür hab ich mir am Wochenende den Tag über nichts zum Lernen vorgenommen.

Bücher kann man wunderbar auch draußen lesen. Nutzt diese Möglichkeit, weg vom Rechner und von den Heften, raus in die Sonne, das Buch unterm Arm und ein Coffee-to-go in der Hand - ist produktiv und wirkt außerdem voll krass wichtig.

Ganz wichtiges Thema sind Freunde. "Kommst du mit ins Kino?", "Wollen wir schwimmen gehen?", "Och, nie hast du Zeit". Es gibt wirklich "Freunde" die einem ein derart schlechtes Gewissen gemacht haben - das sie ganz schnell aus meinem Handyspeicher gelöscht wurden. Eine Unverschämtheit, dabei habe ich erklärt, warum ich keine Zeit habe. Sicher ist es eure Entscheidung, was euch wichtiger ist, und wenn ihr mit den 15 Wochenstunden gut auskommt, ist auch noch viel Platz für Freunde und Bekannte, aber ihr müsst da schon ein wenig abwägen können.

Im Endeffekt hat sich diese Freundesdezimierung für mich sehr positiv ausgewirkt, ich habe jetzt nicht mehr unzählige Bekannte, sondern wirklich nur noch einen überschaubaren Kreis von Freunden, auf die ich mich aber auch wirklich verlassen kann.

So ein weiteres großes Thema ist: Was passiert, wenn ich mich während des Abiturs verliebe? In einem Wort gesagt - Terror - das wirft den hübsch arrangiert gemachten Plan total durcheinander.
Aber dazu morgen mehr. Ich geh jetzt grillen.

Schönes Wochenende.